Diese intensive Form der Zusammenarbeit ist nur durch cloudbasierte Lösungen vorstellbar. Als die COVID-19-Pandemie die Welt in den Lockdown zwang, war DWP gut aufgestellt und konnte nahtlos auf Telearbeit umstellen. Innerhalb von 24 Stunden waren die Systeme dafür einsatzbereit. Da alle Menschen aufgefordert waren, zu Hause zu bleiben, um einer Ansteckung mit dem Virus vorzubeugen, erfolgte der Härtetest sofort. Zwar erkannte das Unternehmen die potenziellen Vorteile, die eine vollständige Umstellung auf eine räumlich getrennte Zusammenarbeit in einem cloudbasierten System bringen würde. Dennoch zögerte es anfangs. Ohne die Pandemie wäre die Umstellung wahrscheinlich nicht so schnell erfolgt.
„Wir haben nicht alle Mitarbeiter an einem Tag umgestellt. Schließlich arbeiten wir in verschiedenen Ländern und Zeitzonen“, sagt Whittaker. „Wir haben es im Grunde erstmal beschlossen und den Leuten mitgeteilt. Sie haben dann am nächsten Tag einfach von woanders weitergearbeitet. Wir hatten also keinen Stillstand, denn die Technologie funktionierte. Wir hatten aber auch einen sehr guten Kommunikationsdienst eingerichtet.“
Für jedes Büro und für jedes Projekt wurden Chatrooms auf Google Chats eingerichtet, wo sich die Teammitglieder des Projekts jeden Tag an- und abmeldeten. Die Kommunikation und auch die Teamarbeit verbesserte sich dadurch.
Außerdem entschied sich das Team, alle Daten in Autodesk Revit zu verarbeiten. „Vor unserem Umstieg auf Revit brauchten wir mehr Zeit zur Fertigstellung unserer Projekte. Einerseits hatten wir mehr Arbeit und andererseits mussten wir das Projekt einzeln zu den Fachplanern schicken,“ erinnert sich Whittaker. „Ich denke, seit wir mit [Autodesk] BIM 360 arbeiten, in dem alles kombiniert ist und in dem wir alle gemeinsam in demselben Modell arbeiten, sparen wir ungefähr 30 Prozent an Zeit.“ Zur werkseitigen Vorfertigung der komplexen Steinfassadenelemente nutzte auch das Bauunternehmen BIM (Building Information Modeling).
Durch die Echtzeitverbindung der Teams über BIM und Google Chat ließen sich Einzelheiten des Projekts schneller klären. „Ich glaube, dass sich das Team effektiver auf die Arbeit am Projekt konzentrieren kann, seit die Zusammenarbeit so einfach geworden ist“, freut sich Waralak Thongsrikate, einer der Architekten bei DWP. „Durch den Live-Chat geht die Abstimmung in der Gruppe schneller, weil die Mitarbeiter, die am Projekt arbeiten, jederzeit Fragen stellen können. Außerdem verlieren wir keine Zeit mehr auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Mit BIM sind wir produktiver, da wir ortsunabhängig arbeiten können.“