Jetzt will Max Bögl chinesische Kunden vor Ort vom System überzeugen. Dafür baute das Unternehmen gemeinsam mit dem chinesischen Partner Chengdu Xinzhu Road & Bridge Machinery Co. Ltd. eine 3,5 Kilometer lange Demonstrationsstrecke für den Maglev in der südwestlich gelegenen chinesischen Provinz Sichuan, auf die das TSB eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h erreichen kann.
Die zwölf Meter langen und tonnenschweren Fahrwegsegmente aus Betonfertigteilen wurden vorab in Serienfertigung am Bögl-Sitz in Sengenthal in der Oberpfalz gefertigt. Auch das Fahrzeug wurde am deutschen Hauptsitz hergestellt. Die Fahrwegsegmente wurden mit Containern per Bahn über die Neue Seidenstraße nach China transportiert. Das Fahrzeug erreichte die chinesische Demonstrationsstrecke über den Luftweg. Nach einer Teilinbetriebnahme im vergangenen Oktober wird in Kürze die Gesamtstrecke in Betrieb genommen werden.
In Deutschland läuft währenddessen eine Machbarkeitsstudie vom Bundesverkehrsministerium zum Einsatz des TSB am Münchner Flughafen. Diese dient als Basis für den möglichen deutschlandweiten Einsatz, denn in Berlin, Schleswig Holstein oder im Großraum München wird über einen Ersteinsatz diskutiert. Ob Deutschland dann doch eine Magnetschwebebahn bekommt, wird sich in den Studienergebnissen zeigen.
Dieser Artikel wurde aktualisiert. Er wurde ursprünglich im September 2020 veröffentlicht.