Die Architektur ist in der Verantwortung. Wurde die nachhaltige Gestaltung der gebauten Umwelt lange als Chance oder Option interpretiert, so wird sie heute von allen Seiten eingefordert. Die Klimakrise zwingt zum Handeln und die Architektur muss liefern. Architektur- und Planungsbüros, die diese Realität ignorieren, werden über kurz oder lang am Markt nicht überleben können.
Spätestens in den letzten Wochen und Monaten hat uns die Wirklichkeit endgültig eingeholt. Der jüngste UN-Bericht zur Eindämmung der globalen Erwärmung verdeutlicht so klar wie nie die Dringlichkeit wirksamer Gegenmaßnahmen. Erste Staaten müssen für verfehlte Klimaziele tief in die Tasche greifen und merken spätestens dadurch, dass sie um die Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen nicht mehr herumkommen.
Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn der Gedanke tief in der DNA des Unternehmens verankert ist. Das bedeutet: Nachhaltigkeit muss als Leitprinzip sämtlichen Entwürfen, Prozessen und Projekten zugrunde liegen. Hier geht es um nichts weniger als um die Verantwortung, die die Planenden für ihre Bauwerke tragen.
Trotzdem fällt es vielen Unternehmen nach wie vor schwer, eine konsequente Nachhaltigkeitsmentalität zu etablieren. Als Director of Sustainability bei CannonDesign verstehe ich meine Rolle als Unterstützer. Ich helfe den Mitarbeitenden in unserem Unternehmen dabei, bessere Projekte zu liefern. Dabei ist es Teil der Unternehmenskultur, jedes unserer Projekte so umweltfreundlich wie möglich zu machen. Im Folgenden möchte ich Möglichkeiten vorstellen, wie Architekten in Sachen Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle übernehmen und in ihren Unternehmen für mehr Nachhaltigkeit sorgen können.