Gemeinsam mit BNE und KLP sammelte das Team von Skanska zunächst unter anderem mittels Drohnen zahlreiche Daten zu Sonnenlicht, Windverhältnissen und Geräuschkulisse. Anschließend kam Autodesk Forma in Kombination mit traditionellen Design- und Analysetools zum Einsatz, um ein 3D-Modell des Standorts zu erstellen und die Konzeptentwürfe einer Prüfung gemäß kommunalen Gebäudestandards zu unterziehen. Die einzelnen Projektparameter wie Tageslicht, Geräuschbedingungen und Wind konnten dabei in Autodesk Forma zeitsparend und für alle transparent und nachverfolgbar optimiert werden.
Da die Projektbeteiligten von überall aus auf dieselben Informationen Zugriff hatten, konnte Skanska die verschiedenen Lösungsvorschläge inklusive der damit verbundenen Auswirkungen auf die Entwürfe und Volumina binnen kurzer Zeit zur Verfügung stellen.
„Zunächst entschieden wir uns für eine Variante: eher niedrige Gebäude in Reihe oder lieber wenige hohe?“, erläutert Berger. „Dann überlegten wir, ob unsere Wahl mit den Nachbargebäuden harmonieren würde und ob wir uns eventuell gegenseitig helfen könnten.“
So erwiesen sich zum Beispiel bei den in Autodesk Forma durchgeführten Umgebungsanalysen die Erstentwürfe des Teams als ungeeignet. Hauptgrund: Ein Teil der Entwicklungspläne beinhaltete höhere Gebäude, die anderen das Sonnenlicht genommen hätten. Zudem hätte die höhere Etagenanzahl zu stärkeren Winden innerhalb des Bezirks geführt und verhindert, dass der Lärm aus den anliegenden Straßen gedämmt wird.
Berger zufolge stand Autodesk Forma im Fokus vieler Meetings mit vielen verschiedenen Partnerunternehmen. „Wir konnten gemeinsam das 3D-Modell begutachten, Anpassungen vornehmen und allen ermöglichen, schnell Lösungsvorschläge einzubringen.“ Das jeweilige Modell-Rendering ist bei allen Beteiligten identisch, was persönliche Treffen überflüssig macht. Alle Aspekte können direkt besprochen, Ideen gemeinsam durchgegangen und Entscheidungen schneller getroffen werden.
Das Team um Berger war folglich in der Lage, die Effekte seiner Vorschläge im 3D-Modell zu demonstrieren. Die Empfehlung: zusätzlicher Wohnraum. Es zeigte sich, dass dies ohne wirtschaftliche Einbußen möglich war und ein kleineres Gebäude dafür genügte. Dieses brachte gleich mehrere Vorteile mit sich: Das Volumen wurde reduziert, mehr Sonnenlicht konnte einfallen und der Verkehrslärm wurde vollständig eliminiert. Der Vorschlag fand Zustimmung und der Stadt wurden neue architektonische Entwürfe zur Absegnung vorgelegt.