„Früher“, blickt er zurück, „waren Autos oft eckig. Das lag vor allem an unreifen Softwareentwicklungen. Das hat sich aber um 180 Grad gewandelt. Heute sind dank der Technologie geschwungen schöne Formen und Linien möglich, die eben wie Schwanenhälse oder Delfinsprünge aussehen“, so Cundari. An der Technologie schätzt er vor allem die intuitive Bedienung, was es nicht nur leicht für die Designer bei Automobili Pininfarina macht, sondern auch für die Studierenden, die Cundari an der Designschule von Turin unterrichtet.
Damit die Zeichnungen in Alias auch erleb- und fassbar werden, nutzt Automobili Pininfarina die VR-Lösung Autodesk VRED. Damit können die Designer die Entwürfe samt Materialauswahl mit einer Virtual Reality-Brille bereits vor Produktionsstart checken und Simulationen fahren.
Bei dem VR-Check prüfen die Designer zum Beispiel das Leder, das chromfrei und mit Blättern aus der Olivenernte behandelt wurde. Bei dem Verfahren wird das Leder ohne Chemikalien gegerbt, wodurch die Auswirkungen auf die Umwelt bei der Herstellung des Battistas minimiert werden sollen. Zudem sind die Teppiche im Fußraum in dem Battista aus recycelten Fischernetzen. „Es ist ein echtes Privileg, innovative Technologien mit dem reichen Designerbe von Pininfarina zu vereinen und dabei nachhaltige Materialien und Prozesse zu verwenden“, so Sara Campagnolo, Director of Colour & Material Design bei Automobili Pininfarina.
150 Exemplare wird es maximal von dem Battista auf der Welt geben – und keines gleicht dem anderen. Einer der ersten Battistas in edlem Grau und roten Ledersitzen wird demnächst zu einem Kunden in die USA gebracht und steht bereits fertig in den heiligen Hallen am Stadtrand von Turin. Als der Motor angeht, erinnert der Sound an Walgeräusche. Man wollte hier bewusst ein ruhiges Gegengewicht zum aufregenden Charakter dieses Autos setzen. „Schau, wie wunderschön sie ist“, schwärmt Cundari wie der Michelangelo vor seinem David.